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Bergbau-Berufsgenossenschaft
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3-Arm-Scherengreifer ermöglicht sicheres Anheben der Last

Radsätze für die Schienenflurbahnen müssen während der Reparatur mehrmals gehoben bzw. getragen werden. Ein Radsatz wiegt ca. 60 kg. Zum Heben und Tragen der Lasten stehen an den Arbeitsplätzen Krane zur Verfügung.

Bisher wurden die Radsätze mit Kranschlaufen angeschlagen, dies war jedoch aufgrund der Geometrie der Teile schwierig und zudem bei unsachgemäßer Anwendung mit Risiken behaftet. Zum Einlegen des Radsatzes in das Montagegestell bzw. in das Fahrzeug muss dieser waagerecht hängen, dies war mit dem genannten Anschlagmitteln nicht möglich. Deshalb wurde in der Vergangenheit oft aus Sicherheitsgründen auf den Kraneinsatz verzichtet und die Teile von Hand gehoben. Diese Vorgehensweise birgt, aufgrund des hohen Gewichtes und der ungünstigen Lagerung auf Paletten, Gefahren für die Wirbelsäule, zusätzlich besteht eine Quetschgefahr für Finger
und Hände.

Der von den Versicherten in Verbindung mit einem Hersteller für Anschlagmittel entwickelte 3-Arm-Scherengreifer ermöglicht ein sicheres waagerechtes Anheben der Last. Er ist ausschließlich für einen bestimmten Einsatz konzipiert und auf die Form des Werkstückes angepasst. Die Greifarme des Scherengreifers sind vor dem Anschlagen der Last in geöffnetem Zustand. Beim Aufsetzen des Greifers auf ein Werkstück wird eine Mechanik betätigt, und ein Greifarm setzt sich in eine an dem Werkstück befindliche Aussparung ein. Der gegenüberliegende Greifarm fasst unter die Halterung der Führungsrolle. Dies ist bei eingebauter sowie bei ausgebauter Führungsrolle möglich. Am Anschlagmittel befindet sich ein Handgriff, der ein sicheres Manövrieren des Anschlagmittels und der Last beim Einbau bzw. beim Einlegen in das Montagegestell ermöglicht.

Durch den Einsatz dieses Anschlagmittels wird eine ergonomische und sicherheitstechnische Verbesserung an mehreren Arbeitsplätzen bei der Radsatzreparatur (Demontage, Reparatur und Montage) erreicht. Ähnliche Anschlagmittel wurden nach dem erfolgreichen Einsatz bei den Radsätzen schon für mehrere andere Werkstücke, wie z. B. Wellen und Maschinenteile, bzw. Arbeitsplätze entwickelt und mit Erfolg eingesetzt.

2004



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