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Kontakt:

Hollweg, Kümpers & Comp.

Hafenstraße 43
48432 Rheine

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Optimierter Siebwechsel am Vorbrecher

Die Siebe an Vorbrechern sorgen dafür, dass dem Brecher nur Material der Größe zugeführt wird, das für den Aufbereitungsprozess weiter zerkleinert werden muss. Dadurch, dass kein überflüssiges Material in den Brecher gerät, wird unnötiger Verschleiß der Brecherwerkzeuge verhindert. Das Sieb selbst wird jedoch besonders bei stark abrasivem Gestein erheblich abgenutzt und muss häufig gewechselt werden. Zusätzlich erfordern kurzfristige Produktwechsel den Einsatz eines Vorsiebes mit einer anderen Lochweite. Dies ist aufgrund der Größe und des Gewichtes der Siebplatte von ca. einer Tonne mit Unfallgefahren und körperlichen Belastungen der Mitarbeiter verbunden. Hinzu kommt ein erheblicher Zeitaufwand.

Mitarbeiter eines Naturstein gewinnenden Betriebes entwickelten ein Verfahren, mit dem der Siebwechsel ohne körperliche Belastung, gefahrlos und schnell durchgeführt werden kann. Die Öffnungen der Siebplatte werden durch besonders gepanzerte Ringeinsätze geschützt. Diese Ringe werden in eine Aufnahme gelegt und mit wenigen Schrauben befestigt. Sie sind so gefertigt, dass sie locker in die Aufnahme gleiten und ohne großen Aufwand entnommen werden können nachdem die Schrauben gelöst sind. Die abgenutzten Ringe werden in der Werkstatt unter ergonomischen Bedingungen aufgearbeitet und in das Sieb eingesetzt. Die Ringe können jetzt von Hand getragen werden, somit entfällt der unfallträchtige Transport der gesamten Siebplatte. Die körperliche Belastung der Mitarbeiter wird auf ein Minimum reduziert, der Wechsel der Ringe benötigt wenig Zeit und langwierige Produktionsstillstände werden vermieden. Zudem ist eine gleich bleibende Produktqualität gewährleistet, da die Maschenweite immer im definierten Bereich bleibt. Der Materialbedarf wird für die Instandhaltung reduziert, das bedeutet Kostensenkung. Somit hat sich der Einsatz der Siebringe sowohl wirtschaftlich für das Unternehmen als auch ergonomisch für die Mitarbeiter gelohnt.

2006

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