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Georg Huber Betonsteinwerk

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85250 Altomünster

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Traumberuf Gabelstaplerfahrer – trotz Rollstuhl

Manfred Keller ist seit einem in der Freizeit erlittenen schweren Autounfall gehbehindert und auf den Rollstuhl angewiesen. Doch eine Umschulung zum Bürokaufmann kam für den gelernten Landwirt nie in Frage. Auf der Suche nach einer befriedigenden Arbeit wurde er im Betonwerk Huber fündig, bei dem er schon vor seinem Unfall als Aushilfs-Gabelstaplerfahrer tätig war. Um ihm diese Tätigkeit zu ermöglichen, war zunächst Erfindungsgeist gefragt, denn in der Anfangsphase mussten im Unternehmen vorhandene Gabelstapler in Eigenregie auf Handbetrieb umgebaut werden.

Die neueste Generation der Gabelstapler wurden vom Betonsteinwerk Huber gleich ab Werk behindertengerecht bestellt. Mit einem zusätzlichen Joystick können so alle Fahr- und Hebemanöver mit einer Hand präzise ausgeführt werden. Darüber hinaus wurden entsprechende Anbaugeräte beschafft, um eine Kommissionierung der Waren vom Fahrersitz aus vornehmen zu können. Das beschwerliche Ein- und Aussteigen vom Boden wurde durch eine eigens angefertigte Rampe gelöst. Mit dem Rollstuhl kann direkt auf die Höhe des Führerhauses gefahren werden, was einen leichten Ein- und Ausstieg ermöglicht. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um, wie Georg Huber sagt: „Behinderten Mut zu machen ihren Traumberuf zu verfolgen, auch wenn es auf den ersten Blick unmöglich erscheint“.

Für diese Initiative vergibt die Jury an Georg Huber vom Huber Betonsteinwerk einen Sonderpreis. Das Unternehmen zeigt, dass mit ein wenig Engagement auch behinderte Menschen ihren Platz in der Arbeitswelt finden. Der Beitrag soll aber auch andere Unternehmen anspornen, sich mehr mit diesem Thema auseinander zu setzen, sei es bei der Einstellung von behindertem Personal als auch bei der Entwicklung barrierefreier Lösungen.

2008



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