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RAG Deutsche Steinkohle, Bergwerk Saar
Bergbau-Berufsgenossenschaft




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Stationäre Bandklemme

Das Bergwerk Saar ist mit rd. 3.900 Belegschaftsmitgliedern eines der leistungsfähigsten Bergwerke der RAG Deutsche Steinkohle. Mit modernster Bergbautechnik wurden 2007 täglich 15.000 Tonnen Steinkohle (rund 3,7 Millionen Tonnen pro Jahr) gefördert.

Der Steinkohlenbergbau an der Saar konzentriert sich ausschließlich auf den Förderstandort Ensdorf, der auch im europäischen Vergleich eine herausragende Lagerstätte vorweisen kann. Das Bergwerk hat mit seinen Kohlevorräten eine Zukunftsperspektive weit über das Jahr 2012 hinaus. Zur Erschließung wurden in den letzten Jahren über 200 Millionen Euro investiert. Mit der heimischen Kohle beliefert die RAG Deutsche Steinkohle zuverlässig Kraftwerke an den Standorten Ensdorf, Weiher, Bexbach und Fenne „just in time“ durch kurze Transportwege und zu gleich bleibender Qualität und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Gurtförderanlagen in untertägigen Streckenvortrieben und Gewinnungsbetrieben der Deutschen Steinkohle müssen den voranschreitenden Arbeitsplätzen folgen und deshalb in gewissen Zeitabständen verlängert werden. Hierzu wird der Gurt getrennt, um ein Verlängerungsstück einzusetzen. Zum Trennen wird der Gurt mit Hilfe mobiler Bandklemmen und Druckluftzuggeräten so zusammengezogen, dass an der vorgesehenen Trennstelle keine Gurtspannung mehr besteht und die Trennung gefahrlos erfolgen kann. Bandklemmen und Druckluftzuggeräte sind von erheblichem Gewicht und müssen von Hand ein- und ausgebaut werden.

Pascal Breier und Reinhold Theobald haben den Rahmen des Förderbandes so umgeändert, dass eine Bandklemme fest an den seitlichen Tragholmen des Bandgerüstes verschraubt werden kann. Zum Öffnen oder Herstellen einer Gurtverbindung wird mit dieser stationären Bandklemme der Untergurt festgehalten. Mittels einer zweiten, mobilen Bandklemme und einem Druckluftzuggerät wird der Untergurt herangezogen. Das Druckluftzuggerät ist dabei fest an einer Bodenankerplatte angeschlagen, und das Gurtband kann konstruktionsbedingt nicht mehr aus der Bandklemme rutschen.

Im Gegensatz zum bisherigen Verfahren befinden sich nun beide Bandklemmen und das Druckluftzuggerät außerhalb des Arbeitsbereiches der Mitarbeiter. Das Hantieren mit den schweren Geräten und die daraus resultierenden Gefährdungen werden dadurch deutlich reduziert. Der Arbeitsbereich zum Öffnen und Verbinden des Gurtbandes bleibt weitestgehend frei von Hindernissen, und die geringeren Rüstzeiten helfen Kosten zu sparen.

Für ihren wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes verleiht die Bergbau-Berufsgenossenschaft den Sonderpreis in der Kategorie Sicherheitstechnik an Pascal Breier und Reinhold Theobald.

2008



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