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Plakataktion zu SRS-Unfällen

Hanns Guck-in-die-Luft aus dem „Struwwelpeter“ kennt fast jeder. Er ist ein Träumer, der durch mangelnde Aufmerksamkeit in so manch gefährliche Situation gerät. Doch auch nach 166 Jahren behält die Geschichte von Heinrich Hoffmann ihre Aktualität. Die Bayer Pharma AG, Berlin, nutzt die aussagekräftigen Bildmotive in unterschiedlichen Präsentationsformen, um auf die Unfallursachen Stolpern, Rutschen und Stürzen (SRS) aufmerksam zu machen.

Täglich verunglücken in Deutschland etwa 1.000 Menschen durch einen Sturz bei der Arbeit. Fast 5.000 Betroffene pro Jahr verletzen sich dabei so schwer, dass sie wegen dauernder gesundheitlicher Beeinträchtigungen eine Rente der Berufsgenossenschaft beziehen. SRS-Unfälle am Standort Berlin machten in der Vergangenheit rund 25 Prozent aller Unfälle aus und waren für 61 Prozent der Ausfallzeiten verantwortlich. Manchmal ist der Fußboden zu glatt oder verschmutzt – meistens jedoch wird Treppensteigen als Tätigkeit unterschätzt und die Konzentration auf andere Dinge verwendet.

Die Aktion setzt das bei Bayer weltweit ausgerufene Thema „Sicherheit geht alle an“ in die Praxis um. Auf Plakaten und Aufstellern zu „Hanns Guck-in-die-Luft“, „Hanna Hände-voll“ und „Harry Viel-zu-hastig“ werden bekannte Gefährdungen und deren mögliche Folgen bildlich dargestellt. Das Kernstück der Aktion war eine Stuhlinstallation im Foyer des Hauptgebäudes. Jeder der SRS-Unfälle am Standort Berlin wurde durch einen roten Stuhl dargestellt. Auf jedem Stuhl war auf einem DIN A4-Schild in knappen Worten der Unfallhergang mit Anzahl der Ausfalltage zu lesen. Diese plastische Darstellung des „Stuhl-Mahnmals“ hat die „nackte“ Zahl der Statistik von SRS-Unfällen mit Emotionen belegt. Sie sorgte bei vielen für Betroffenheit und regte somit zum Nachdenken an. Mitarbeiter suchten neugierig nach ihrem Unfall oder dem ihres Kollegen. Aktionsstationen wie Reaktionstester oder ein nachgestellter fiktiver Unfallschauplatz verdeutlichten die Botschaft.

Im Sondermagazin „Schutzengel“ werden unter anderem als Maßnahmen „10 Regeln gegen SRS-Unfälle“ als Vereinbarung veröffentlicht.

2012



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