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Fehr Technologies Deutschland GmbH

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68753 Waghäusel

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Transportsystem für Doppelwände

Die Firma Fehr Groupe in Wiesental stellt Betonfertigteile, insbesondere Doppelwände, her. Diese Fertigteile müssen nach der Produktion an ihren Lagerort verfahren werden, an dem sie stehend gelagert werden. Für den Transport werden Krane eingesetzt, an deren Haken die Fertigteile mit Seilen, Bändern oder Ketten gehängt werden. Diese Vorgehensweise birgt eine Reihe von Gefahren. Ein neues Transportsystem beseitigt alle diese Risiken.

Zum Verbinden von Bauteil und Kran muss die/der Beschäftigte im Regelfall eine Leiter anlegen und hochsteigen, um das Anschlagmittel mit dem Kranhaken zu verbinden. Je nach Größe und Positionierung von Haken und Fertigteil müssen beide Hände benutzt werden, um das Anschlagmittel in den Haken einzuhängen. In diesem Moment steht die Person frei auf der Leiter und ist daher einer hohen Absturzgefahr ausgesetzt.

Ist das Bauteil nicht mit speziellen Transportankern bzw. Transportankersystemen ausgestattet, werden die Anschlagmittel an die Bewehrungseisen des Fertigteils gehängt. Diese Bewehrungen sind im Normalfall nicht als Anschlagpunkt dimensioniert. Somit kann das Anschlagmittel beim Transport abreißen und das Fertigteil herabfallen und umschlagen. Begleitende Personen können getroffen und schwer verletzt werden.

Damit der Transport sowohl innerhalb des Betriebes als auch auf der Baustelle gefahrlos erfolgen kann, wurden zweierlei Maßnahmen ergriffen. Zunächst hat man die Teile der Bewehrung, an denen die Beschäftigten die Anschlagmittel einhängen bzw. befestigen können, farbig markiert. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass keine unterdimensionierten Anschlagpunkte genutzt werden. Außerdem werden Hebeschlaufen an den Fertigteilen befestigt. Die Schlaufen reichen bei senkrecht aufgestelltem Fertigteil so weit an dessen Seite herunter, dass das Einhängen in den Kranhaken vom Boden aus erfolgen kann.

Die Gefahren, die durch die herkömmliche Art der Transportvorbereitung großflächiger Betonelemente entstehen, hat man bei Fehr Groupe durch eine einfache technische Lösung ausgeschlossen.

2014



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