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Lafarge Zement GmbH

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75045 Walzbachtal

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Vierstufiges Sicherheitskonzept für Spediteure

Lafarge SA ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Sitz in Paris und der zweitgrößte Baustoffhersteller der Welt. Bei Warenabholung und -anlieferung per Lkw an unterschiedlichen Standorten ereigneten sich wiederholt Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen. Ein 4-stufiges Sicherheitskonzept soll die Zahl der Unfälle und der Beinaheunfälle senken.

Die vier Stufen des Konzeptes sind Qualifizierung, Unterweisung, Überwachung und Lieferantenbewertung. In der Qualifizierunqsphase werden alle für das Unternehmen tätigen Speditionen und deren Subunternehmer anhand von Fragebögen qualifiziert. Ausgesuchte Speditionen werden besucht. Ziel ist es, eine Liste zugelassener Speditionen zu erhalten. Das Fahrpersonal wird über Online-Checks qualifiziert.

Die Unterweisungsphase sieht vor, Mitarbeiter und Führungskräfte der Speditionen im Rahmen spezieller Veranstaltungen über das Sicherheitskonzept zu informieren. Ergänzend werden dort auch Informationen zu neuen Vorschriften, technischen Entwicklungen und werksinternen Sicherheitsregeln und Richtlinien vermittelt.

Während der Überwachungsphase werden alle Speditionen, Fahrer und Fahrzeuge auf Einhaltung der Vorschriften und Regeln durch regelmäßige Begehungen überprüft. Ein Konsequenzenkatalog behandelt Verstöße gegen die Richtlinien in den Abstufungen von leicht bis schwer, die entsprechend mit Punkten geahndet werden. In der höchsten Konsequenz sind Sperrungen und Auftragsentzug möglich.

Durch Auswertung können Ansatzpunkte ermittelt werden, in denen zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.

Zur Lieferantenbewertung werden Dokumente wie Unterweisungsunterlagen oder Zertifikate der Auftragnehmer überprüft und der technische Standard oder die Fahrzeugsicherheit evaluiert.

Im Zeitraum von Mai 2011 bis Februar 2013 wurden über 5.500 Fahrer und 1.137 Speditionen registriert. Gemeinsame Begehungen mit den Kontraktoren wurden 489 Mal durchgeführt. Im Zeitraum März 2012 bis Februar 2013 ging die Anzahl der Verstöße im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent zurück.

2014



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