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Südzucker AG Mannheim Werk Ochsenfurt

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Sicherheitskonzept bei Arbeiten in Behältern und engen Räumen

Arbeiten in Behältern oder engen Räumen sollen sicher und zügig durchgeführt werden. Dies erfordert Übung. Doch auch die Handhabung von Arbeits- und Rettungsgeräten, die bei solchen Tätigkeiten zum Einsatz kommen, wird häufig falsch eingeschätzt. In Werken der Südzucker AG Mannheim bestand darüber hinaus eine schwer überschaubare Vielfalt an Sicherungs- und Rettungsgeräten. Im Rahmen praktischer Übungen und eines intensiven fachlichen Austausches mit dem Kompetenz-Center Grubenrettungswesen der BG RCI sowie weiteren Spezialunternehmen konnte ein Sicherheitspaket aus vier Modulen erstellt werden.

Zunächst wurde eine optimierte Mindestausstattung an Sicherheitsequipment zum Arbeiten und Retten spezifiziert. Weiterhin wurde eine Checkliste entwickelt, die als Hilfestellung für eine systematische Gefährdungsermittlung und die Erstellung der zugehörigen Betriebsanweisung je Behälter bzw. engem Raum herangezogen wird. Diese ist im Vorfeld der Arbeiten bezogen auf die Einstiegsstelle zu erstellen. In einer konkreten Arbeitssituation bildet sie dann eine wichtige Grundlage für das Ausfüllen des jeweiligen Erlaubnisscheines. Zur Vermittlung der Erkenntnisse und der künftigen Vorgehensweise durchliefen Teilnehmer aus allen Werken eine Multiplikatorenschulung. Dabei wurde zum einen die Vorgehensweise bei der Gefährdungsermittlung erläutert, zum anderen erfolgte ein praktisches Training mit den Arbeits- und Rettungsgeräten in den Anlagen des Werkes. Für alle vier Module des Sicherheitspaketes ist im firmeneigenen Intranet eine Arbeitsvorlage hinterlegt.

Mit dem Konzept wird ein klar verständliches und einheitliches Vorgehen im Unternehmen sichergestellt. Im Sinne der „Vision Zero“ werden Fehler, die aufgrund zeitkritischer Situationen auftreten könnten, durch die systematische Gefährdungsbeurteilung im Vorfeld weitgehend vermieden. Mitarbeiter und Vorgesetzte erlangen durch das praktische Training mehr Sicherheit. Ein Transfer von Know-how zwischen den Werken wird über Multiplikatoren erreicht. Die Vielfalt an Sicherungs- und Rettungsequipment wird optimiert. Das erleichtert die Handhabbarkeit und ist betriebswirtschaftlich sinnvoll.

Das Konzept umfasst außerdem einen aktiven Austausch der Multiplikatoren und gewährleistet somit einen Transfer von Wissen. Der Ablauf des Projektes ist aufgrund der Zusammenarbeit von Praktikern aus dem Unternehmen, Experten der BG RCI, des Kompetenz-Centers Grubenrettungswesen und externer Fachfirmen beispielgebend.

Es konnten bereits eine Sensibilisierung und ein erhöhtes Verständnis der Mitarbeiter und Führungskräfte erreicht werden. Das an den Standorten vorgehaltene Sicherungs- und Rettungsequipment wurde weitgehend an die Vorgaben angepasst. Entsprechend der Prioritäten wurden bereits Behälter und enge Räume der Gefährdungsermittlung unterzogen. Auch ein Erfahrungsaustausch im Rahmen sogenannter Multiplikatorenschulungen konnte durchgeführt werden.

2015



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