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Südzucker AG

Donauwörther Straße 50
86641 Rain/Lech

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Meldeverfahren am Notfall-Sammelplatz

Das Unternehmen Südzucker AG produziert im Werk Rain am Lech jährlich zwischen 125.000 und 250.000 Tonnen Zucker. Während der Kampagne werden täglich bis zu 12.000 Tonnen Rüben verarbeitet. Die Beschäftigten bewegen sich während der Produktion auf dem gesamten Werksgelände. Bei einer Evakuierung stellte sich das Problem, die Vollständigkeit der Beschäftigten an den Sammelplätzen festzustellen.

Sollte ein Beschäftigter fehlen, konnte der letzte Bereich, in dem er tätig war, nicht zweifelsfrei ermittelt werden.

Jörg Klaiber von der Südzucker AG, Werk Rain, fand für dieses Problem eine wirkungsvolle Lösung. Alle Beschäftigten erhalten persönlich codierte Karten, mit denen sie sich selbst an einem Kartenleser am Sammelplatz erfassen können. Nach der Registrierung wird der Name des Beschäftigten von der Evakuierungsliste gelöscht. Die Karte dient auch der Zutrittskontrolle zum Werksgelände, sodass die An- oder Abwesenheit im Werksbereich bekannt ist.

Das System wurde so ausgebaut, dass sich die Beschäftigten beim Betreten verschiedener Werksbereiche an- oder abmelden müssen. Damit ist auch im Falle einer Evakuierung die Information über den Aufenthaltsort eines Beschäftigten verfügbar.

Entsprechende Kartenleser wurden außerdem an den Staplern installiert. Nur unterwiesene Beschäftigte erhalten die Freigabe zur Nutzung. Damit kann unbefugtes Benutzen zuverlässig verhindert werden. Zudem lässt sich der letzte Nutzer bei Unfällen oder Sachschäden eindeutig ermitteln.

Innovative Lösungen wie diese leisten einen bedeutenden Beitrag zur Erhöhung des Arbeitsschutzes in komplexen Werksbereichen.

2016



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