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Friedrich Seiz GmbH

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72555 Metzingen

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Feuerwehrhandschuh mit integriertem Temperaturmesser

Bei Bränden in Gebäuden sind die Einsatzkräfte regelmäßig gezwungen, in diese Gebäude hineinzugehen, um das Feuer an der Brandstelle direkt zu bekämpfen. Dabei müssen sich die Feuerwehrleute wegen starker Rauchentwicklung häufig zur Brandstelle vortasten und auch Türen und Tore öffnen. Hierbei kommt es immer wieder zu schweren Unfällen durch den sogenannten Flash-over, also eine Rauchgasdurchzündung.

Bei einer Rauchgastemperatur von über 500 °C entzünden sich die Oberflächen brennbarer Gegenstände schlagartig, sobald durch die geöffnete Tür Frischluft in den Raum gelangt. Das Resultat ist ein Vollbrand des Raumes mit Temperaturen von 1.000 °C und mehr. Daher ist es für die Feuerwehrleute wichtig, vor dem Öffnen der Türen Informationen über deren Oberflächentemperaturen zu erhalten, um daraus Rückschlüsse auf die aktuelle Situation hinter der Tür zu ziehen.

Da Feuerwehrleute generell eine Reihe von Ausrüstungsgegenständen mit sich tragen müssen, ist es nicht praktikabel, dass zusätzliche Messgeräte permanent mitgeführt werden. Außerdem sind diese in einem verrauchten Raum nicht einfach zu bedienen. Bei der Firma Friedrich Seiz GmbH wurde daher ein Handschuh entwickelt, in dem ein Temperatur-Messgerät integriert ist. Mit diesem Gerät kann die Oberflächentemperatur von Objekten wie Türen und Toren leicht gemessen werden. Eingeschaltet wird das „Lasertemp“ durch ruckartiges Handschütteln. Die aktuelle Temperatur der Oberfläche wird in °C angezeigt. Zusätzlich leuchten LEDs: grün für bis zu 60 °C Oberflächentemperatur, rot ab 60 °C. Der eingebaute Akku muss nach spätestens 800 Stunden Stand-by-Zeit aufgeladen werden.

Mit dem im Feuerwehrhandschuh integrierten Temperaturmessgerät kann man bei der Brandbekämpfung problemlos Oberflächentemperaturen messen. Damit lässt sich die Gefahr eines befürchteten Flash-overs frühzeitig erkennen und die Einsatzkräfte können entsprechend reagieren.

(Fotos: Armin Plöger/BG RCI)

2016

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