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IP Gloves GbR

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30179 Hannover

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Innovative Hygienehandschuhe gegen Keimverbreitung

Multiresistente Keime (MRSA), die zu Infektionskrankheiten führen und sich nur schwer behandeln lassen, sind ein wachsendes Problem in der heutigen Gesellschaft. In den USA erkranken jährlich zwei Millionen Menschen an Krankenhausinfektionen, 100.000 Menschen sterben daran. Ein Grund ist die mangelhafte Hygiene in Kliniken: Aus Bequemlichkeit oder Zeitdruck etwa werden Handschuhe häufig nicht korrekt ausgezogen, wodurch Handgelenke mit Keimen kontaminiert werden, die sich weiter im Krankenhaus ausbreiten.

Im Medizinstudium erkannte Maxim Gleser dieses Problem und entwickelte mit dem Maschinenbaustudenten Paul Diers einen innovativen Handschuh. Die IP Gloves sollen mit ihrer neuartigen Ausziehtechnologie helfen, Krankenhäuser sowohl für die Patienten als auch für das Personal sicherer vor Keimen zu machen.

Das Besondere an IP Gloves ist eine ergonomisch geformte Lasche am Handgelenk, die beim Ausziehen gegriffen wird. So wird die Keimlast der Arbeit nicht über Fingerspitzen an den Unterarm weitergegeben, wie es beim Abstreifen herkömmlicher Handschuhe der Fall ist. Sie werden wie bisherige Handschuhe genutzt – erst beim Ausziehen entfaltet sich der Mehrwert. Die Lasche als Ausziehhilfe erfüllt die bisherigen Hygienerichtlinien und bedeutet für den Verbraucher keine Umgewöhnung.

IP Gloves wurde bereits mit dem Hannover StartUp-Impuls-Ideenpreis 2014 ausgezeichnet und erhielt den zweiten Platz beim bundesweiten Gründungswettbewerb start2grow 2015. Um die Keimreduzierung weiter zu validieren, sind Studien in großem Maßstab geplant.

2016



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