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OPTERRA Zement GmbH, Werk Wössingen

Wössinger Strasse 2
75045 Walzbachtal-Wössingen

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Innovative Kommunikationswege mit Truckern

Ein tödlicher Unfall eines Lkw-Fahrers beim Abkippen von Material war Anlass für die OPTERRA Wössingen GmbH, Werk Wössingen, einen verbesserten Weg zur Kommunikation sicherheitsrelevanter Themen mit Truckern zu finden. Jedes Jahr kommen ca. 2.000 unterschiedliche Fahrer auf das Werksgelände, um Material zu bringen oder abzuholen. Eine Unterweisung aller Fahrer über die Gefahren vor Ort und das notwendige sichere Verhalten stellt für die Werksmannschaft eine große Herausforderung dar. Schulungen oder Gespräche im Rahmen von Sicherheitsbegehungen und Inspektionen hatten sich als äußerst ineffektiv herausgestellt.

Die Einstellung der Fahrer zu derartigen Gesprächen ist zum Teil sogar offen ablehnend. Deswegen wurde nach neuen Wegen gesucht, um mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen, auf die Gefahren hinzuweisen und auf ein sicheres Verhalten ihrerseits hinzuwirken.

Es wurde versucht, die Sicherheitsbelehrung mit etwas in Verbindung zu bringen, das die Fahrer als positiv ansehen. Als unkonventionell, aber sehr wirksam haben sich dabei das Trucker-Barbecue und das „Safety 2 Go“ erwiesen. Beides wurde in den Sommermonaten insgesamt viermal durchgeführt und stellte eine willkommene Abwechslung im Alltag und eine gute Gelegenheit für Sicherheitskurzgespräche dar. Die wichtigsten Verhaltensregeln wurden an die Fahrer auf Handzetteln verteilt, kompetente Ansprechpartner waren für Wünsche der Fahrer offen. Die Anregungen der Fahrer wurden von den Organisatoren sehr dankbar aufgenommen und werden seitdem regelmäßig bei der Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt.

Kaffeemaschinen stellen im Werk immer zentrale Anlaufstellen dar, an denen sicherheitsrelevante Signale gesendet werden können. Daher werden diese Kaffeemaschinen seit einiger Zeit mit neuen Bechern bestückt, auf die die Frage „Arbeite ich sicher?“ aufgedruckt ist. Da diese Becher täglich von eigenen und Fremdmitarbeitern genutzt werden, sind die Fragen außerdem in verschiedenen Sprachen verfasst (englisch, italienisch, portugiesisch, polnisch).

Die Akzeptanz des Eigen- wie auch Fremdpersonals für derartige Veranstaltungen war sehr hoch. Die teilnehmenden Fahrer kennen nun das Sicherheitsfachpersonal und sind bei einem Kontakt auf dem Werksgelände deutlich positiver eingestellt. Auch die Kommunikation in die andere Richtung, also vom Fahrer an das Sicherheitsfachpersonal, wurde dadurch erleichtert.

2018



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