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Bergbau-Berufsgenossenschaft
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Kettenumlenkung für das Rauben von Ausbauschilden

Nach Abschluss eines Abbaubetriebes müssen der Kettenförderer und der Schildausbau geraubt werden. Dies macht eine Kettenwinde, bestehend aus Antriebsaggregat, Endloskette, Umkehre und Steuerstand.

Die Kettenwindenantriebe haben Zugkräfte bis zu 30 t. Die zu raubenden Teile (Förderer oder Schildausbau) mit einem Gewicht bis zu 15 t werden an die Endloskette angeschlagen und liegend aus dem Raubbetrieb gezogen. Wird nach dem Herausziehen der Schilde der Grubenbau nicht mehr benötigt, wird er nicht mehr abgestützt und bricht in sich zusammen. Dies hat zur Folge, dass die Umkehre der Kettenwinde mit fortschreitender Raubarbeit immer umgesetzt werden muss.

Das Umsetzen der Kehre ist eine körperlich schwere und risikoreiche Arbeit, da diese mit vier bis acht hydraulischen Einzelstempeln verspannt wird. Diese Stempel sind je nach Mächtigkeit bis zu 3,5 m lang und wiegen weit über 100 kg. Sie müssen geraubt, transportiert und nach Umsetzen der Kehre wieder gesetzt werden.

Der Einbau und das Umsetzen der Stempel entfällt bei der neu entwickelten Umkehre. Sie besteht jetzt aus einem Kufenschuh, auf den die Kehre aufgeschweißt ist. Der Kufenschuh wird mit einem Schreitwerkzylinder verbunden. Die Schildkufe wird ausgehoben und der Kufenschuh wird mit dem Schreitwerkzylinder unter die Schildkufe gezogen. Mit dem Setzen des Schildes ist die Kehre verspannt und betriebsbereit.

2003



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